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 Blutegel

 

Die Blutegeltherapie gehört zu den seit der Antike praktizierten ausleitenden Verfahren. Beim Biss und Saugvorgang gibt der medizinische Blutegel (hirudo officinalis) seinen Speichel in den menschlichen Organismus, der einen interessanten Wirkstoffcocktail aus 20 verschiedenen Substanzen enthält, deren exakte Wirkungen noch nicht hinreichend bekannt sind. Zunächst sorgt Histamin an der Bissstelle für eine Erweiterung der Blutgefäße und eine Durchblutungssteigerung. Die Enzyme Hirudin und Calin hemmen die Blutgerinnung, Apyrase und Kollagenase hemmen die Thrombozytenaggregation, Eglin lindert Entzündungen und Schmerzen (z.B. bei Arthrose). Andere Enzyme wirken sowohl entzündungshemmend als auch antibakteriell (z.B.Hyaluronidase).

 

Die Indikationsbreite ist erstaunlich:
Stauungszustände jeglicher Art, Durchblutungsstörungen z.B. Krampfadern und Besenreiser, akute und chronische Entzündungen, Folgen von Traumen und Weichteilerkrankungen, Krämpfe und Schmerzen, Neuralgien, Stoffwechselerkrankungen, Tinnitus, u.v.m.
Die Behandlung ist preiswert, kommt ohne Medikamente aus und ist frei von Nebenwirkungen.

 

Blutegel sind saugende Gürtelwürmer, die bis zu 46 Millimeter lang werden können und an beiden Enden einen Saugnapf besitzen. Mit seinen 3 Kiefern sägt der Egel die Haut schmerzfrei auf, da der Speichel ein natürliches Schmerzmittel enthält. Er saugt 3-6 Millimeter Blut und läßt, wenn er satt ist, nach einiger Zeit von alleine los. Dies dauert i.d.R. 30 min bis max. 2 h. Ein Blutegel kann bis zum 5fachen seines Körpergewichtes an Blut aufnehmen.
Jetzt kommt es zu den therapeutisch erwünschten Nachblutungen, die bis zu 24 h andauern können und bei denen der Patient weitere 20 - 50 Millimeter Blut verliert.

Praxis für Naturheilkunde | viviani@heilpraxis-viviani.de